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Feierlicher Eröffnungsgottesdienst anlässlich des
850-jährigen Bestehens von Rückers

Mit einem feierlichen Gottesdienst in der Pfarrkirche Mariä Himmelfahrt wurde das Jubiläum 850 Jahre Wallfahrtsort Rückers eröffnet.



Pfarrer Geistlicher Rat Klaus Peter Jung gedachte der vielen Generationen, die an dieser Stätte ihre Anliegen vor Gott gebracht haben.
In seiner Predigt stellte er die belegten Anfänge der Siedlung in den Kontext der Weltgeschichte und sagte: „ Nach den bewegten und unruhigen Zeiten ist der christliche Glaube der Bevölkerung geblieben.“ Von den Schriftworten der Tagesliturgie ausgehend empfahl er, jeder solle sich zum Gelingen des Festjahres mit seinen Talenten einbringen. Die Messfeier erhielt durch die guten Liedvorträge der Sing- und Gitarrengruppe „Saite an Seite“ um Regina Bagus und Michael Junk an der Orgel sowie den Banner- und Fahnenabordnungen der Vereine eine besondere Note.

Pfarrgemeinderatssprecher Karl-Heinz Höflich sah in der Marienwallfahrt seit dem Mittelalter die Ursache für die positive Entwicklung des Dorfes, das bis zur Abtrennung 1872 größter Filialort der Pfarrei Flieden war.
Er wünschte eine Wiederbelebung der Marienverehrung. Im gleichen Sinne äußerte sich der stellvertretende Vorsitzende des Verwaltungsrates, Wolfgang Firle, und gratulierte Pfarrer Jung zu dessen kürzlichen Ernennung zum Geistlichen Rat durch den Diözesanbischof.

Im Anschluss an die heilige Messe dankte Fliedens Bürgermeister Winfried Kreß der Kirchengemeinde Rückers für die gottesdienstliche Eröffnung des Jubiläumsjahres. Dann erinnerte er an die wechselvollen Schicksalsjahre der rund dreißig Vorfahren- Generationen. Zur Geschichte führte er aus, sicher sei Rückers viel älter, als es durch erste Quellen belegt werden könne. Diese gingen auf den Fuldaer Fürstabt Marquard I. (1150.-1165) zurück, der um 1160 im Zuge der wirtschaftlichen Konsolidierung des Klosters den Propsteien Johannesberg und Neuenberg die Erträge eines Grundstücks in Rückers übereignete.

Weiter sagte Kreß, im streng historisch-wissenschaftlichen Sinn sei wegen der ungenauen Datierung (um 1160) der Erstnennung des Ortes eigentlich das Jahr des Amtsverzichtes von Fürstabt. Marquard I. in 1165 für das Jubiläum heranzuziehen. Doch bestünden von offizieller Seite keine Einwände. Lediglich die Freiherr-von-Stein- Plakette könne erst in fünf Jahren verliehen werden. So wolle man die Reihe der Ortsjubiläen in der Gemeinde Flieden voller Freude in Rückers fortsetzen und das Jubiläum zum Anlass der Eigenpräsentation und Identifikation nehmen.

Schließlich wies der Bürgermeister auf die Herausgabe einer Ortschronik hin und bat die Bürger um Mithilfe.

Ortsvorsteherin Elisabeth Schäfer anerkannte die Leistungen der Vorfahren und wies auf die Serie der Veranstaltungen im Verlaufe des Jahres hin.


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